7 Tipps für den richtigen Einkauf

Die Qual der Wahl

Wer sich als Anfänger in die Welt der Weine stürzen will, braucht Mut zum Experiment.

Neulinge in Sachen Wein fühlen sich häufig schon beim Wein-Einkauf überfordert. Ob im Supermarkt oder im Weinhandel – es entgegnen einen hunderte von Flaschen, sortiert nach Regionen, Rebsorten und Preisen.

Wie, in aller Welt, soll sich ein Anfänger in dieser Flut stylischer Etiketten und hochtrabenden Namen zurecht finden?

Mit ein paar einfachen Regeln können selbst blutige Anfänger Weine finden, die ihnen wahrscheinlich munden werden.


1. Tipp: Erstmal Hände weg vom teuren Weinen

Wer selten oder noch nie Wein getrunken hat, dürfte mit vielen edlen Tropfen völlig überfordet sein. Viele berühmte Weine geniessen ihren guten Ruf nicht zuletzt wegen Weinkennern, denen Alltagsweine verleidet sind und die unabhängig von Preis/Leistung verkosten können.

Mein Geheimtipp für Anfänger heißt deswegen: Neue Welt. Weine aus Chile oder Argentinien sind bei gleicher Qualität in der Regel günstiger im Preis als Weine aus Frankreich oder Italien.


2. Tipp: Fragen Sie sich, zu welcher Speise,
Sie den Wein trinken möchten?


Ein Wein aus der Region passt in der Regel
zum Essen aus derselben Region.

Die säurebetonten italienischen Tropfen ergänzen sich mit Pasta-Gerichten, Pizzen und anderen italienischen Genüssen. Zu einer Poularde oder Schnecken passt hingegen ein Burgunder besser.

Weißwein zu Fisch und Rotwein zu Fleisch?
Im Großen und Ganzen gilt diese Faustregel noch immer.
Aber keine Regel ohne Ausnahme!


3. Tipp: Keine zu billigen Weine

Einsteiger sind oft dazu verführt, einen möglichst günstigen Wein zu probieren, was sich aber auch als Fehler herausstellen kann: Es gibt zwar einige trinkbare Tropfen unter 4 Euro, aber einen guten Wein in diesem Preissegment zu finden, erfordert schon ein wenig Übung. Ab 6 Euro steigt die Chance enorm, dass ein Wein gut ist. Ab 10 Euro kann man bereits Topweine finden.


4. Tipp Profitieren Sie von der Erfahrung anderer

Häufig hilft auch ein Blick ins Regal. Leere Stellen, an denen nur noch wenige Flaschen eines Weines vorhanden sind, verraten Ihnen eventuell, das dieser Wein seine Kenner gefunden hat und wohl nicht all zu schlecht sein dürfte. Oder fragen Sie einfach andere Kunden, die wie Sie vor dem Regal stehen, was sie suchen. Dabei kommen in der Regel interessante Gespräche heraus.


5. Tipp: Achten Sie auf die Etiketten

Vorsicht bei allzu gestylten Etiketten. Diese Weine versuchen Qualitätsmängel oft mit fantasievollem Design zu kompensieren. Auf vielen Flaschen steht auf dem rückseitigen Etikett neben der Trinktemperatur eine kurze Geschmacksbeschreibung oder eine Speisenempfehlung – nicht unwichtige Informationen für den Weinkauf.


6. Tipp: Fragen Sie sich selbst und andere

Fragen Sie sich daher, welche Früchte/Aromen Sie bevorzugen: Kirschen, Beeren-Aromen, Lakritz ...? Haben Sie Probleme mit Bitterstoffen oder Säuren? Fragen Sie gezielt ein Verkäufer nach einem Wein, der Ihren Lieblings-Aromen entspricht und probieren Sie zuhause, ob Sie diese wirklich herausschmecken!


7. Tipp: Schauen Sie auf den Alkoholgehalt

Der Alkoholgehalt sagt insbesondere bei Rotweinen etwas über den Zuckergehalt der Trauben und indirekt häufig etwas auch über seinen Geschmack aus - nämlich wie konzentriert der Traubenmost vor der Gärung war – grundsätzlich gilt: je höher der Alkoholgehalt, desto körperreicher und schwerer ein Wein - aber auch hier bestätigen natürlich Ausnahmen die Regel.

Leichte (wässrige) Rotweine weisen einen Alkoholgehalt von unter 12% auf. Mittelschwere einen von 12 bis 13% und schwere Rotweine einen von mehr als 13% auf. Häufig weisen schwere Weine auch noch eine mehr oder weniger ausgeprägte Restsüße auf.




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